Wochenrückblick KW 23 2024

BetrVG 2 Seminar in Köln

Montag:

Am Montag begann unser Seminar in Köln. Nach einer herzlichen Begrüßungsrunde und einer kurzen Einführung ins Thema starteten wir mit der Vorstellung des § 87 BetrVG.

Ich mache die Trainings schon so lange und trotzdem sind die Diskussionen über die Rechte und Pflichten eines Betriebsrats immer anders.

Ich liebe das, denn es ist nie langweilig.

Meinen Teilnehmern die Lust auf das Ehrenamt zu vermitteln, ist einfach eine Passion geworden.

Dienstag:

Der Dienstag stand ganz im Zeichen der Vertiefung. Wir beschäftigten uns mit speziellen Aspekten des BetrVG, wie z.B. möglichen Regelungen zur Arbeitszeit und natürlich den beginnenden Auswirkungen der Einführung von Künstlicher Intelligenz (KI) in Unternehmen.

Und so gerne ich Rollenspiele mag als Teilnehmender, so sehr weiß ich als Referent, dass Betriebsräte – nach meiner Erfahrung – lieber Gruppenarbeit machen und deswegen liess ich eine kleine Betriebsvereinbarung zum Thema Urlaub erarbeiten. Ziel ist es hier, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu vermitteln, dass jedes noch so schöne Musterformular mit Leben gefüllt werden muss, um die stets individuelle, betriebliche Wirklichkeit abzubilden.

Eine besonders interessante Session war ein kurzer Abriss meinerseits über Verhandlungsführung und Argumentationstechniken, die die Betriebsräte kurz vor Schluss nochmal begeisterte.

Der Tag endete mit einer Feedbackrunde, die mir die Vorfreude auf den nächsten Tag machen sollte.

Am Abend habe ich meinen Bruder getroffen und in der Nähe des Schokoladenmuseums den Tag ausklingen lassen.

Mittwoch:

Am Mittwoch lag der Fokus auf den Mitwirkungsrechten des Betriebsrats. Wir diskutierten über Themen wie Personalplanung, Stellenausschreibungen, zulässigen Fragen im Vorstellungsgespräch und Auswahlrichtlinien.

Am Nachmittag besprachen wir alles rund um den § 99 BetrVG – Einstellung, Versetzung, Eingruppierung und Umgruppierung.

Köln ist für mich wie der Niederrhein Heimat und Kindheitserinnerung und obwohl ich oft denke, viel über die Stadt zu wissen, wurde ich von meinem Düsseldorfer Seminarbetreuer(!), mit dem ich bestens klargekommen bin, von der Auswahl des Lokals am Abschlussabend überrascht.

Steaks und Burger in rustikaler, schummriger Umgebung mit Mittelalterdekor kamen nicht nur bei den Teilnehmern, sondern auch den Referenten super an.

Donnerstag:

Der letzte Seminartag war nochmal geprägt von einem intensiven Austausch über die Widerspruchsgründe des § 102 BetrVG und der Zusammenfassung des Gelernten.

Wir sprachen über aktuelle Herausforderungen und wie wir das neu erworbene Wissen in unserem Arbeitsalltag anwenden können.

Nach einer abschließenden Feedbackrunde und der Übergabe der Teilnahmezertifikate endete das Seminar.

Insgesamt war dieses Seminar – mal wieder – eine tolle Veranstaltung und mittags ging es zurück nach Bad Hersfeld.

Abends gab es dann noch zwei Besprechungen in der Kanzlei.

Freitag:

Natürlich ist es meine Berufung geworden, Seminare zu geben. Aber Mandanten helfen zu können in schwierigen Situationen ist etwas, dass seit 26 Jahren zu mir gehört und ich tue das nach wie vor mit gleichbleibendem sehr großen Engagement. Heute habe ich daher Mandantschaft zum Personalgespräch begleitet, indem diese mit einem angeblich kündigungsrelevanten Sachverhalt konfrontiert wurde.

Wie geht es nächste Woche weiter? Von Montag bis Mittwoch steht Aschaffenburg auf dem Tourneeplan – dort gebe ich inhouse ein BetrVG 3 Seminar.

Donnerstag, Freitag ist dann Kanzlei angesagt.

Ausserdem wird meine Coaching-Ausbildung konkreter, da freue ich mich auf meine wohl letzte Ausbildung zum systemischen Coach ab Oktober. „Beratung ohne Ratschlag“ ist der Buchtip meines Ausbilders – ich bin gespannt. Ziel ist es, ab nächstem Jahr ein „Coaching für Betriebsräte“ anzubieten.

Euch eine schöne Woche!